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Ausgabe 10 | Da geht doch noch viel mehr!

June 27, 2018

 

Da geht doch noch viel mehr!

 

Einer unserer Kunden berichtet von einer neuen Mitarbeiterin, die seit kurzem für sein Unternehmen arbeitet: „Sie zeigt ihre ganze Qualität in ihrer Kreativität, in ihrer grenzenlosen Offenheit für Neues. Jede neue Idee ist es wert, ausprobiert zu werden. Eigentlich ein Glücksfall für jedes Unternehmen!“ Eigentlich? Nur begeistert scheint unser Kunde nicht zu sein. Auf unsere Nachfrage hin erzählt er, was der neuen Mitarbeiterin nicht ganz so leichtfällt: Das strukturierte Arbeiten und verlässliche Abarbeiten der sonst anfallenden Aufgaben. 

 

Folgen wir der populären Empfehlung, stets die Stärken zu stärken und die Schwächen irgendwie mit in Kauf zu nehmen, dann würde unser Kunde die naturgegebene Innovationsfreude der Kollegin bestmöglich unterstützen und darüber hinwegsehen, dass administrative Aufgaben nicht so korrekt ausgeführt und nachgehalten werden,

wie eigentlich erwünscht.

 

Wenn eine Stärke allerdings über die Maße übertrieben wird, kann sie zu einer Schwäche werden. Am Beispiel der neuen Mitarbeiterin könnte es dazu kommen, dass sie durch ungezügelte Spontanität sprunghaft wird, sie ständig etwas Neues anfängt und schwer bei einer Sache bleiben kann.

Die Mitarbeiterin kann zwar Ihre Stärke ausleben, aber bekommt sie auch die Möglichkeit, sich wirklich weiterzuentwickeln? 

 

Wo liegt der Lösungsweg? Statt Stärken zu überziehen und Schwächen zu tolerieren sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter/innen neben ihren natürlichen Stärken sinnvoll ergänzende Kompetenzen aneignen - sogenannte Schwester-Kompetenzen oder auch Komplementär-Kompetenzen. Im vorliegenden Beispiel legen Sie zusammen mit ihrer kreativen Kollegin fest, was sie gezielt üben kann, um sich neben ihren natürlichen Stärken sinnvoll ergänzende Kompetenzen anzueignen. Beispielsweise kann sie sich ungestörte Zeitfenster setzen, um wichtige Routinearbeiten abzuarbeiten und zu beenden. Denn Aufgaben konsequent abzuschließen, gehört zu den wichtigen Dingen im Tagesablauf und ist u. a. auch die Grundlage für erfolgreiche Teamarbeit. 

 

Ein anderes Beispiel: Ein gewissenhafter Mitarbeiter, der sich durch verlässliche Detailarbeit auszeichnet und zugleich für Änderungen im betrieblichen Ablauf wenig aufgeschlossen scheint. Trainieren Sie mit ihm seine Schwester-Kompetenz „Neues zulassen und ausprobieren“, damit auch er sich in seiner Persönlichkeit entwickeln kann.

 

Wer sich für mehr interessiert und erfahren möchte, wie das genau geht und wie Mitarbeiterführung mit mehr Leichtigkeit und vor allem spürbaren Erfolg gelingen kann, den begrüßen wir gern in unserem Führungskräftetraining im Herbst.

 

Mit besten Grüßen von Jörg Winter und Iris Keller
 

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